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Absage an die Innenstadtgrundschule
Gesundheitskarte

SPD, FDP und FWG haben in der Stadtratssitzung am Donnerstag, 16. Juni, eine Niederlage erlitten. Sie hatten gefordert, statt die Egbert Grundschule zu sanieren, eine neue Innenstadtgrundschule auf dem freiwerdenden Gelände der Stadtwerke in Ost zu bauen. Die Koalition aus CDU und Grüne hat ihren Antrag durchgebracht. Die wegen Schimmelbefalls geschlossene Egbert Grundschule wird nun saniert.

Debatte um Innenstadtgrundschule

Es sei eine intensive Debatte gewesen, heißt es am Tag nach der schicksalhaften Abstimmung. Die Egbert Grundschule und deren Zukunft war Thema im Trierer Stadtrat. Der Antrag von CDU, Grünen, Linken und der Piraten-Vertreterin wurde im Rat angenommen. Die wegen Schimmelbefalls geschlossene Egbert Grundschule wird saniert. Die Verwaltung hat den Auftrag, die Sanierung vorzubereiten. Für die Sanierung werden rund 2,76 Millionen Euro im nächsten Haushalt bereitgestellt.

Neubau statt Egbert Grundschule zu sanieren

Der gefasste Beschluss ist eine Niederlage für SPD, FDP und FWG. Diese hatten einen Neubau gefordert. Die neue Innenstadtgrundschule sollte auf dem freiwerdenden Teil des Stadtwerke- Grundstücks an der Ostallee entstehen, außerdem sollte es eine städtische Turnhalle geben (Der Trierer berichtete ausführlich: Neubau statt Sanierung der Egbert-Grundschule).

Knappe Abstimmung im Trierer Stadtrat

Für die Sanierung der Egbert-Schule stimmten die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Grünen, Linken, AfD und die Piraten-Vertreterin. Die Nein-Stimmen kamen von der SPD, FDP, FWG sowie von OB Wolfram Leibe. Ein Mitglied der FWG-Fraktion enthielt sich. Bei der Abstimmung über den Antrag für eine Innenstadtgrundschule sei das Votum genau umgekehrt ausgefallen, teilte die Verwaltung mit.

Beschluss zur Sanierung aus dem Jahr 2013

Der Stadtrat hatte sich im März 2013 für den Erhalt der Egbert Grundschule ausgesprochen. Der Bau wurde in den 50er-Jahren errichtet. Das ältliche Gebäude musste im Herbst des Jahres 2013 wegen Schimmelbefalls geschlossen werden. Der Unterricht wurde in die früheren Gebäude der Grundschule Kürenz verlegt. Nach einem im Frühjahr vorgestellten Gutachten eines Saarbrücker Büros kosten die zur Wiederinbetriebnahme erforderlichen Bauarbeiten insgesamt rund 2,76 Millionen Euro.

Egbert Grundschule sei wirtschaftlich

Die Befürworter einer Sanierung argumentieren, dass nach dem Gutachten „in jedem Fall von einer mittel- bis langfristigen Wirtschaftlichkeit der Instandsetzung ausgegangen werden kann, zumal ein Neubau der Schule in Form einer innerstädtischen Schule zurzeit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten des Schulträgers steht.“ Bereits im Antrag von CDU und Grünen war das Argument zu lesen:Nur durch den Erhalt der Egbert-Grundschule am angestammten Standort könne das Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“ umgesetzt werden. Auch die Eltern hatten sich für den Erhalt ausgesprochen.

Innenstadtgrundschule steht für Gesamtkonzept

Gegner der Sanierung sagten, dass eine Einzellösung dem Gesamtkonzept für die innerstädtischen Grundschulen verhindere. Dies sei aber angesichts der baulichen Probleme an weiteren Grundschulen dringend nötig. Eine Innenstadtgrundschule für die Kinder aus den Bezirken Egbert, Barbara und Ausonius sei nachhaltig und zukunftsträchtig. Des weiteren stehe die im Mai von allen Fraktionen beschlossenen Eckwerte für die Haushalte 2017 und 2018 diametral einer Sanierung beziehungsweise dem Neubau einer kleinen Grundschule entgegen.

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