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Die Gemeindeschwesterplus kommt und hilft
Trier

Seit gut einem Jahr beteiligen sich sechs Landkreise und drei kreisfreie Städte an dem dreijährigen „Gemeindeschwesterplus“. In Köln wurde nun der Zwischenbericht des Deutschen Instituts für Pflegeforschung veröffentlicht. Der Bericht belege, dass das Projekt Gemeindeschwesterplus bei den hochbetagten Menschen ankomme, sagt die rheinland-pfälzische Landesregierung.

Positive Erfahrungen mit der Gemeindeschwesterplus

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler freut sich sehr, „dass unsere positiven Erfahrungen mit diesem präventiven Angebot durch den Bericht der wissenschaftlichen Begleitung bestätigt werden.“ Der Zwischenbericht beschreibe sehr gut das enorme Engagement der beteiligten Partner, sagte Bätzing-Lichtenthäler am Dienstag in Mainz. „Sie alle tragen durch ihre transparente Zusammenarbeit und einen offenen Austausch zum Gelingen des Projektes bei.“ Der Bericht bestätige, dass über die Beobachtungen und Einschätzungen der Gemeindeschwesternplus die Kommunen wichtige Hinweise und Impulse für die Gestaltung und Weiterentwicklung der sozialen Räume erhalten.

Bei Hausbesuchen erleben die Gemeindeschwesternplus eine große Offenheit der Senioren. Die hochbetagten Menschen schätzen den Besuch und fühlen sich wertgeschätzt. In den Gesprächen klären die Gemeindeschwesternplus die Erwartungen und Bedürfnisse der besuchten Person, gehen aber auch auf die soziale Situation, das gesundheitliche Wohlbefinden und auf mögliche Risiken ein. Gemeinsam werden gesundheitsförderliche Maßnahmen und Strategien zur Minimierung von gesundheitlichen Risiken entwickelt. Dazu gehören die Beseitigung von Stolperfallen genauso wie die Anknüpfung an soziale Stützsysteme wie Nachbarschaft, Vereine sowie informeller Gruppen und deren Stärkung.

Das Projekt Gemeindeschwesterplus

Mit der Förderung des Landes werden seit Juli 2015 an 13 Pflegestützpunkten in den Modellregionen insgesamt 18 Pflegefachkräfte als Gemeindeschwesterplus eingesetzt. Das Projekt Gemeindeschwesterplus ist ein aufsuchendes und präventives Angebot für sehr alte Menschen, die noch selbstständig leben sowie wohnen und in ihrem aktuellen Lebensabschnitt keine Pflege brauchen. Damit schafft Rheinland-Pfalz eine zentrale Voraussetzung, um im Vorfeld der Pflege durch gezielte Interventionen Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern. Über das umfassende Beratungs- und Versorgungssystem in Rheinland-Pfalz kann so bei Pflegebedarf rechtzeitig informiert werden.

Das Projekt Gemeindeschwesterplus wird für dreieinhalb Jahre zu 100 Prozent vom Land in den folgenden kommunalen Gebietskörperschaften gefördert:

In der Vorderpfalz der Landkreis Südliche Weinstraße in Kooperation mit der Stadt Landau,
für die Westpfalz der Landkreis Kaiserslautern in Kooperation mit der Stadt Kaiserslautern,
die Region Mittelrhein mit der Stadt Koblenz,
im Westerwald ist es der Landkreis Neuwied,
für die Region Hunsrück der Landkreis Birkenfeld,
in der Eifel beteiligt sich der Landkreis Bitburg-Prüm
und für die Region Rheinhessen der Landkreis Alzey-Worms.

Das Projekt wird durch eine Steuerungsgruppe begleitet. Mitglieder sind die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, die Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz, die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz, der Städtetag sowie der Landkreistag Rheinland-Pfalz und der Verband der Ersatzkassen (vdek).

Weitere Informationen zum Projekt Gemeindeschwesterplus und den Zwischenbericht als Download finden Sie auf der Projekthomepage.

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