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Gesundheitspass für Asylsuchende kommt
Gesundheitspass für Asylsuchende

In Rheinland-Pfalz wird der Gesundheitspass für Asylsuchende eingeführt. Der Pass soll die verpflichtenden Erstuntersuchungen nach dem Asylgesetz sowie Impfungen, Erstbehandlungen in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes und gegebenenfalls erforderliche Behandlungen nach dem Transfer in die Kommunen dokumentieren.

Integrationsministerium verteilt Gesundheitspass an Gesundheitsämter

Alle Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz erhalten vom Integrationsministerium ein Kontingent der Gesamtauflage von 30.000 Stück. Der Gesundheitspass für Asylsuchende sei dreisprachig mit deutschen, englischen und arabischen Erläuterungen angelegt, erklärt die Landesregierung.

Gesundheitspass soll zur besseren medizinischen Betreuung beitragen

„Mit dem Gesundheitspass soll die Informationsweitergabe aller relevanten medizinischen Daten aus den Erstaufnahmeeinrichtungen in die medizinische Versorgung beim Umzug in die Kommunen sichergestellt werden“, Integrationsministerin Anne Spiegel und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Alle wichtigen Informationen seien in diesem Dokument festgehalten, so dass der behandelnde Arzt direkt gesundheitliche Fragestellungen überprüfen könne. Der Gesundheitspass trage zur guten medizinischen Betreuung der Asylsuchenden in Rheinland-Pfalz bei und könne auch dazu beitragen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Durch den schnellen Zugriff auf einzelne Untersuchungsergebnisse könnten bessere Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Die Nutzung des Dokuments ist freiwillig.

Impfungen und Befunde

Der Mittelteil des Gesundheitspasses, der die Impfungen dokumentiert, kann später herausgenommen und in einen Impfpass eingelegt werden. Auch weitergehende Befunde, die zum Beispiel bei den Untersuchungen der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge erhoben werden, die unter der Obhut des Jugendamtes stehen, können dort eingetragen werden. Im Gesundheitspass kann das örtliche Gesundheitspersonal außerdem auch eintragen, ob ein Mutterpass oder ein Heft für Früherkennungsuntersuchungen von Kleinkindern ausgehändigt wurde.

Pilotphase in Mainz-Bingen erfolgreich

Der Gesundheitspass war vom rheinland-pfälzischen Integrationsministerium und dem Gesundheitsministerium gemeinsam mit der Landesärztekammer, dem Mainzer Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“ sowie weiteren Vertretern des Runden Tisches „Gesundheit und Flüchtlinge“ entwickelt worden. In einer Pilotphase wurde der Pass vom Gesundheitsamt des Kreises Mainz-Bingen erprobt. „Die Ergebnisse sind überzeugend, die Rückmeldungen sind bisher sehr positiv. Der Gesundheitspass wurde sowohl von den Asylsuchenden sehr gut angenommen als auch von Seiten des Gesundheitsamtes Mainz-Bingen als sehr hilfreich erachtet“, sagten Spiegel und Bätzing-Lichtenthäler in einem gemeinsamen Resümee.

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©Titelfoto: Landesregierung

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