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Trier profitiert von Zuwanderung und wächst
Zuwanderung

Rheinland-Pfalz ist ein Einwanderungsland. Immer mehr Menschen wollen an Rhein und Mosel leben. Das Statistische Landesamt hat nun festgestellt, dass mehr seit 1992 nicht mehr so viele Menschen nach Rheinland-Pfalz zugezogen wie weggezogen sind. Es gebe einen deutlichen Anstieg der Zuzüge aus dem Ausland, sagen die Statistiker aus Bad Ems. Davon konnte Trier deutlich profitieren.

Hohe Zuwanderung in der Region

Steffi hat es getan, Thomas auch und Chiyar ebenfalls. Sie hatten unterschiedliche Motive und dennoch eint sie das gemeinsame Ziel. Die drei sind im vergangenen Jahr nach Rheinland-Pfalz gezogen. Insgesamt hätten im zurückliegenden Jahr 168.468 Personen ihren Hauptwohnsitz nach Rheinland-Pfalz verlegt, sagt das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mit Sitz in Bad Ems. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sei dies ein Anstieg um rund 24 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 gewesen.

Trier profitiert

Alle kreisfreien Städte konnten laut Statistik von der Zuwanderung profitieren. Überdurchschnittlich hoch sei der Anstieg über die Landesgrenze hinweg nach Trier gewesen. Insgesamt kamen im Jahr 29 859 nach Trier. Diese auffällig hohe positive Wanderungsbilanz sei in erster Linie auf die in der Dasbachstraße ansässige Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (AfA) zurückzuführen.

Landkreis Trier-Saarbug mit Wanderungsüberschuss

Bei den Landkreisen sind insbesondere in den Kreisen Mainz-Bingen (5.391 Personen), Trier-Saarburg (2.074 Personen) sowie im Rhein-Lahn-Kreis (1.973 Personen) deutlich mehr Personen zu- als fortgezogen. Auch hier dürften primär die in diesen Landkreisen im Jahr 2015 neu eingerichteten Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA) für die hohen Wanderungsüberschüsse ursächlich sein.

Auszug aus Rheinland-Pfalz steigt

Gleichzeitig zogen 116.339 Personen über die Landesgrenzen fort, dies seien rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 52.129 Personen ergebe sich der höchste positive Wanderungssaldo seit 1992. Er übersteige den bereits hohen Zuwanderungsüberschuss des Vorjahres (27.320 Personen) um mehr als 90 Prozent.

Zuwanderung in Rheinland-Pfalz

Aus einem anderen Bundesland verlagerten 71.192 Zugezogene ihren Wohnsitz nach Rheinland-Pfalz, während 97.276 Personen – und damit weit mehr als die Hälfte der Zugewanderten (58 Prozent) – unmittelbar aus dem Ausland kamen.  Es wandern immer mehr Menschen aus dem Ausland ein und dadurch gewinnt diese Gruppe im Vergleich zu den Binnenzuzügen an Bedeutung. Im Jahr 2005 hatte der Anteil der Zuwanderungen über die Bundesgrenzen nach Rheinland-Pfalz noch rund 31 Prozent betragen, im Jahr 2014 waren es bereits knapp die Hälfte der Zugezogenen.

Mehr Menschen aus Hessen und dem Saarland

Mit den unmittelbar angrenzenden Bundesländern gab es demgegenüber ein leicht positives Ergebnis in Höhe von 112 Personen. Für das Plaus  seien hauptsächlich die positiven Bilanzen gegenüber dem Saarland (plus 413) und Hessen (plus 323) verantwortlich gewesen. Mit Baden-Württemberg (minus 265) und Nordrhein-Westfalen (minus 359) waren die Bilanzen hingegen jeweils negativ, teilen die Statistiker mit. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten 4.011.582 Menschen in Rheinland-Pfalz, die Tendenz ist steigend.

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