≡ Menu
Trierer Werkstatt Elektromobilität
Elektromobilität

Referenten zeigen die Zukunft der Elektroautos während einer Tagung bei der Trierer Industrie- und Handelskammer. Elektromobilität in seinen Facetten wurde gezeigt. Hartmut Zoppke von der Trierer Hochschule sprach über das Projekt „proTRon Revolution“ und dessen künftige Bedeutung.

E-Autos und Förderung

Bis 2020 sollen nach dem Willen der Bundesregierung eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen unterwegs sein. Mit Blick auf aktuelle Zahlen sei dies ehrgeiziges Ziel, lautet eine Einschätzung der Trierer IHK. Im ersten Halbjahr meldeten die Deutschen gerade einmal 4357 neue E-Autos an – trotz einer Prämie der Bundesregierung von bis zu 4000 Euro pro Neuwagen.

E-Mobilität muss attraktiv sein

Wie der Wechsel von fossilen Brennstoffen auf die klimafreundlicheren Elektroautos gelingen kann, haben zahlreiche Experten bei der zweiten Trierer Werkstatt Elektromobilität der IHK Trier diskutiert. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer ist sich sicher, dass sich Elektromobilität nur durchsetzen könne, wenn sie für den Nutzer attraktiv sei. Dazu zähle vor allem die Reichweite, hier sieht Glockauer noch Nachholbedarf.

Vergrößern

Elektromobilität
Der proTRon Revolution der Hochschule Trier soll 100 Kilometer schnell und weit fahren können.

© IHK Trier

Testfahrten mit dem proTRon Revolution

Professor Hartmut Zoppke von Hochschule Trier hat vor etwa 100 Gästen im IHK-Tagungszentrum ein Umdenken der Autofahrer gerfordert. Zoppke sagte, dass Autos schon lange keine reinen Transportmittel mehr sind. Gemessen an der insgesamt eingesetzten Energie werde nur ein geringer Teil zur Fortbewegung des Menschen genutzt. Der Großteil der Energie werde dafür benötigt, um das Auto an sich zu bewegen. Mit seinen Studenten entwickelt Zoppke zurzeit ein E-Auto, das genau dieser Entwicklung entgegenwirken soll. Der „proTRon Revolution“ soll schon in den nächsten Wochen zu Testfahrten starten. Das Ziel: Das Auto soll 100 Kilometer weit fahren können, eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erreichen, nur 550 Kilogramm schwer sein und höchstens 15.000 Euro kosten.

Orthen Elektrik-Trucks baut Diesel-LKW um

Elektromobilität funktioniert nicht nur bei leichten Autos, sondern auch bei Schwertransportern. Die Arbeit der Firma Orthen Elektrik-Trucks aus Bernkastel-Kues ist ein Beweis dafür. Geschäftsführer Robert E. Orthen hat sich auf die Umrüstung klassischer Diesel-LKW spezialisiert. Zurzeit gebe es noch keinen rein elektrisch betriebenen 7,5-Tonnen-Lastwagen serienmäßig zu kaufen. Dort setzt Orthen an – und die Vorteile liegen für ihn klar auf der Hand: „Hohe Wartungskosten und Verschleißteile entfallen und Sie können zusätzlich günstig Strom tanken“, verspricht er dem Plenum.

Für die Stadt Trier gab es im IHK-Tagungszentrum ein besonderes Lob aus Berlin. „Wir finden es eine ganz große Leistung, wie Trier sich auf dem Gebiet der Elektromobilität engagiert“, sagt Jessica Becker, stellvertretende Leiterin Kommunikation bei der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW). E-Mobilität müsse in der Breite etabliert werden.

Stadtwerke wollen weitere Elektrobusse

Die Stadtwerke Trier planen aktuell die Anschaffung von drei Elektrobussen, im Gesamtwert von etwa 1,7 Millionen Euro. Dafür erhält die Stadt auch eine Förderung über 400.000 Euro vom Bund. Damit in Zukunft noch mehr auf kommunaler Ebene geschieht, überreicht Becker ein Starterset an den Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Darin enthalten: Viele Statistiken und Hintergrundinformationen zum Thema Elektromobilität. Leibe nimmt das Set entgegen und kontert: „Wir brauchen eigentlich kein Starterset, sondern ein Profiset.“ Trier sei bei dem Thema schon ziemlich weit. Gegen weitere Förderbescheide würde Leibe sich nicht wehren.

 icon-home Startseite: Der Trierer

Comments on this entry are closed.