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Doppelmonolog in der Tufa

Theaterpremiere in der Tufa: Bericht für eine Akademie/ Der Liftverweigerer – ein Doppelabend in der Reihe Tufa Classics am Freitag, 3. Juni, ab 20 Uhr. Mit zwei Monologen ganz unterschiedlicher Art kommt die 2014 ins Leben gerufene Tufa-Theaterreihe 2016 auf die Bühne und zeigt in einem spannungsvollen Abend gleichzeitig zwei verschiedene Regiehandschriften.

Monolog nach der Erzählung von Frank Kafka in der Tufa

Man kann anders aussehen, wenn man in einen anderen Spiegel sieht, als den gewohnten. Ist Mensch mehr Affe? Kann Affe mehr Mensch? Reicht Instinkt zum überleben? Reicht Instinkt sich zu erheben? Franz Kafkas erste moderne Affen-Mensch-Parabel fasziniert zeitlos oder vielmehr immer wieder neu mit der in ihren Zeitläuften entdeckten Frage, was macht denn jetzt den Affen aus? Der ehemalige Affe namens Rotpeter legt einer Akademie einen Bericht über seine Menschwerdung vor. Dieser Bericht ist weniger Bericht als mehr die Geschichte einer erzwungenen Assimilation. Gegenstand des Berichts ist nicht, wie von der Akademie gewünscht, die Erinnerung an das äffische Vorleben, sondern die Schilderung des Anpassungsvorganges.
Die Regie hat der in Trier gut bekannte Florian Burg. Auf der Bühne steht der bereits aus dem Tatort bekannte Darsteller Isaac Boateng.

Der Liftverweigerer

Er fährt schon sein ganzes Leben mit dem alten Lift. Besonders jetzt, wo ihm der Hund gestorben ist und ihm das Alleinsein bewusst wird, ist der Lift wie ein Freund geworden, denn bis zum 7. Stock kann man ihm Vieles erzählen. Aber nun soll er Treppen steigen, rät ihm der Arzt. Doch mit wem soll er nun reden? Der alte Mann erzählt mit einem gehörigen Schuss Selbstironie von seinem Leben auf der Suche nach neuen Begegnungen und Gesprächspartnern bei Beerdigungen und Hochzeiten. Das Stück von Bengt Ahlfors ist ein witzig-skurriler Monolog über die Einsamkeit des Alters und die Anonymität des modernen Großstadtlebens und erinnert an Vicco von Bühlow/Loriot oder Ephraim Kishons Alltagsgeschichten.

Bengt Gunnar Richard Ahlfors wurde 1937 in Helsinki geboren und gehört der schwedischsprachigen Bevölkerungsminderheit in Finnland an. Ahlfors begann seine Karriere zunächst als Theaterkritiker, versuchte sich jedoch gleichzeitig in allen literarischen Genres auch als Autor. Zu seinem Werk zählen Romane, Kurzgeschichten, Kinderbücher, Drehbücher und Gedichte.
Regie in der Tufa-Produktion wird Stefan Bastians führen. Es spielt: Manfred Rath.

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Weitere Termine:
4.Juni, 10.Juni,11.Juni,15.Juni,18. Juni jeweils 20 Uhr
VVK: 8/11 Euro inkl. Geb.
AK: 9/12 Euro
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Titelfoto: Tufa C Heike Matzat

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