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Finanzministerin wirbt für modernes Steuerverfahren
Wirtschaft Rheinland-Pfalz

Auf dem Kammertag der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz in Mainz hat Doris Ahnen über ein modernes Besteuerungsverfahrens gesprochen. Die die rheinland-pfälzische Finanzministerin sagte, sie „wolle eine bürgernahe und serviceorientierte Finanzverwaltung, die die Möglichkeiten moderner und computergestützter Systeme voll ausschöpft.“

Finanzministerin Ahnen freut sich über Reform der Steuergesetze

Doris Ahnen freut sich über den Vorstoß im Bund, die Steuerverfahren zu modernisieren. Dies bekräftigte die rheinland-pfälzische Finanzministerin während des Kammertages der Steuerberaterkammer. Ahnen ist sich sicher, dass das Steuermodernisierungsgesetz eines der wichtigsten Reformprojekte der vergangenen Jahre in der Steuerverwaltung sei. Das Gesetz beinhalte ein umfassendes Maßnahmenpaket, das bis zur endgültigen Umsetzung im Jahr 2022 zu spürbaren Entlastungen beim Bürokratieaufwand führen werde. „Alle Beteiligten, also Steuerpflichtige und Finanzverwaltungen, werden davon profitieren“, sagte Ahnen.

[aesop_image img=“http://dertrierer.net/wp-content/uploads/2016/03/749699_web_R_by_Andreas-Hermsdorf_pixelio.de_.jpg“ credit=“© Foto: Andreas Hermsdorf_pixelio.de“ alt=“Finanzministerin“ align=“left“ lightbox=“on“ caption=“Finanzministerin Doris Ahnen hat vor Steuerberatern für die beschlossene Reform bei der Steuererklärung geworben.“ captionposition=“left“]

Das Gesetz zur Modernisierung des Steuerverfahrens wurde am 11. Mai 2016 vom Bundestag angenommen. Auch der Finanzausschuss des Bundesrates hat vergangene Woche die Empfehlung ausgesprochen, dem Gesetz zuzustimmen, sodass die Regelungen möglichst bald in Kraft treten können.

Vollautomatische Steuerbescheide sollen kommen

Eine zentrale Maßnahme im Rahmen des Steuermodernisierungsgesetzes ist die Erstellung eines vollautomatischen Steuerbescheids. „Es ist technisch möglich, einen Großteil der Steuerbescheide ausschließlich automationsgestützt zu bearbeiten“, sagte Finanzministerin Ahnen. Der automatisierte Steuerbescheid soll nach Anseicht des Finanzministeriums dazu führen, dass sich die Finanzbeamten auf die rechtlich schwierigen und prüfungsbedürftigen Fälle konzentrieren können.
Steuerpflichtige sollen mehr Zeit für die Abgabe ihrer Steuerklärung bekommen. Die Frist für die Abgabe einer Jahressteuererklärung wird allgemein um zwei Monate verlängert. Belege für Spenden oder Bescheinigungen über Kapitalertragsteuer seien dann nicht mehr zwingend vorzulegen, sondern nur noch im Einzelfall nach Aufforderung durch das zuständige Finanzamt.

„Mit den im Steuermodernisierungsgesetz geplanten Maßnahmen steht uns bald wirksames Handwerkszeug zur Verfügung, um den Aufwand auf dem Weg zum Steuerbescheid zu verringern und dennoch den Ansprüchen an eine gleichmäßige und gerechte Besteuerung zu genügen“, resümierte Finanzministerin Ahnen.

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