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Kostenteilung in der Krankenversicherung gefordert
Wirtschaft Rheinland-Pfalz

Die Kosten der Krankenversicherung sollen paritätisch zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufgeteilt werden. Durch die Entwicklung in den vergangenen Jahren sei es zu einer stärkeren Belastung für Arbeitnehmer gekommen. Man sei von einer Parität weit entfernt, sagte Christian Z. Schmitz auf der Mitgliederversammlung der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft, einer Vereinigung der CDU.

Parität in den Sozialversicherungen

Christian Z. Schmitz ist Regionsgeschäftsführer beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Trier. Als Referent war er zur Mitgliederversammlung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im Bezirk Trier eingeladen. Schmitz sprach zum Thema Parität in den Sozialversicherungen und stellte eine Unwucht fest.

Arbeitnehmer würden stärker belastet

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Parität bedeutet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer dieselben Kostenanteile tragen. Dies sei seit Jahren nicht mehr der Fall, sagte Schmitz „Mit immer stärkenden Zusatzbeiträgen und Selbstbeteiligungen in der Krankenversicherung und mit der Riester-Rente sei man von einer Parität weit entfernt.“ CDA-Bezirkschef Sascha Kohlmann sagte, dass die CDA im Bezirk Trier die Arbeitgeber an der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen hälftig beteiligen müssten. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit, aber auch der Vernunft. „Nur wenn die Sozialpartner gemeinsam ihre Interessen zur Kostenentwicklung im Blick behalten, kann ein vernünftiger Ausgleich der Lobbygruppen erzielt werden“, sagte Kohlmann.

Zusatzbeiträge bei den Arbeitnehmern

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DGB-Mann Schmitz stellte die Entwicklung der Zusatzbeiträge im Detail dar. Dieses Jahr müssten von Arbeitnehmern 1,1 Prozent höhere Beiträge alleine geschultert werden. Arbeitnehmer müssten 8,4 Prozent ihres Bruttolohnes aufbringen, die Arbeitgeber nur einen Anteil von 7,3 Prozent. Der Beitrag der Arbeitgeber sei per Gesetz eingefroren. Das mache bis zu 47 Euro im Monat aus, oder 560 Euro im Jahr. Für einen Durchschnittshaushalt seien es immerhin noch abgerundet 300 Euro im Jahr. „Für nächstes Jahr sind weitere 0,4 Prozent Kostensteigerungen für die Arbeitnehmer angekündigt. Die Schere geht immer weiter auseinander, dies müssen wir stoppen, sonst wird jede Lohnerhöhung allein von den Zusatzbeiträgen in der Krankenversicherung aufgefressen“, sagte Gewerkschafter Schmitz und appellierte an die Mitglieder der CDA, die Gewerkschaften zu unterstützen.

Es soll für Gerechtigkeit gesorgt werden

Die Antwort folgte prompt. Die CDA möchte sich den Aktivitäten der Gewerkschaften anschließen, sagte Bezirkschef Kohlmann.
„Es kann nicht sein, dass jeder was für den sogenannten „kleinen Mann“ in Sonntagsreden tun möchte, aber jede Chance verpasst, für Gerechtigkeit zu sorgen.“
Die Zukunft des Sozialsystems bestimme über die Integrationskraft in die Arbeitsgesellschaft. Wer das aufrecht erhalten wolle, müssen auch die Kosten gerecht verteilen, sagte Kohlmann abschließend. Bei den Gewerkschaften findet er für diese Forderung sicherlich Unterstützung.

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Titelfoto: Andreas Hermsdorf_pixelio.de

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