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Kunst und Asyl ergeben Kunstasyl
Kunstasyl

Kunstasyl heißt das Projekt der Trierer Tuchfabrik (Tufa). Rund 15 Künstler aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea konnten knapp drei Wochen die Kunsträume der Tufa nutzen, um sich kreativ auszudrücken. Die Arbeiten werden ab Freitag, 29. April, in der Tufa ausgestellt und bestehen aus Skulpturen und hauptsächlich Malereien auf Leinwand.

Projekt Kunstasyl in der Trierer Tufa

Es seien ein paar tolle Dinge entstanden, sagt Irina Ruprecht. Die Künstlerin berichtet vom Projekt Kunstasyl, das gerade in der Trierer Tuchfabrik über die Bühne geht. Die Tufa hat einen Monat lang ihre Kunsträume für die vielfältigen Formen der Bildenden Kunst zur Verfügung gestellt. In den vergangenen Wochen hätten hiesige und geflüchtete Künstler und solche, die auf dem Weg dahin seien, in der Tufa zusammen gearbeitet, gekocht, gesungen, gelacht, getanzt und sich gegenseitig inspiriert und motiviert, sagt Irina Ruprecht.

Möglichkeiten für Künstler

Durch das Projekt hatten Asyl suchende Künstler die Möglichkeit, sich vor Ort ihrer Leidenschaft zu widmen. Gestartet war Kunstasyl am 8. April. In den folgenden Wochen hatte sich ein Zusammenspiel in einem Raum von deutschen und zumeist syrischen Künstlern entwickelt. Die Idee sei zunächst gewesen, eine Idee in den Raum zu stellen, ein Zusammenführen der unterschiedlichen Fähigkeiten zu initiieren, erklären an Kunstasyl beteiligte Trierer Künstler. Entstanden ist eine Kommunikation, Interaktion und die Formensprache von Künstlern, die nebeneinander agieren und gemeinsam präsentieren.

Nähmaschinen und Zeichnungen

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Jamal Gasheem war vor seiner Flucht in Syrien als Nähmaschinentechniker tätig. Sobald er nach seiner täglichen Arbeit in der Fabrik nach Hause kam, zeichnete und schrieb er „mindestens zwei Stunden am Tag“. Es entstanden kolorierten Zeichnungen, dokumentiert hat Gasheem seine Arbeiten als Bilder-Galerie auf seinem Mobiltelefon. Als Nähmaschinentechniker arbeitet Gasheem in Deutschland nicht mehr, durch das Tufa-Projekt konnte er wieder künstlerisch agieren.

Interessante Pinselführung

Wie Jamal Gasheem stammt auch Mustafa Ahmed aus Syrien. Ahmed arbeitete jedoch nicht als Nähmaschinentechniker, sondern studierte Wirtschaft. In Deutschland hofft er auf einen Ausbildungsplatz mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik. Während des Trierer Kunstasyls zeigte Mustafa eine Pinselführung in seinen Gemälden, die bei Betrachtern erstaunen auslöste.

Architektur und Kunst

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Während Mustafa erzählt, ist sein Bruder Fehrad Ahmed geradezu meditativ mit der Farbvorbereitung und dem Farbauftrag beim entstehenden Bild beschäftigt. Fehrad hat in Syrien Mathematik studiert. Nach seiner Flucht angekommen in Deutschland lassen ihn die Zahlen nicht los. Fehrad würde gerne etwas im Bereich Architektur lernen. Doch zunächst studiert er die Farbauswahl, um sein Bild zu vollenden.
Er wolle Kunst studieren, sagt Salman Rezai. Der Afghane zeichnet gerne und seine künstlerische Basis seien Bleistift- und Buntstift-Zeichnungen, aber auch mit Öl oder Acryl auf Leinwand hab er sich schon beschäftigt, berichtet Rezai. Die Ergebnisse seiner Versuche könne jeder ab dem 29. April beurteilen.

Vernissage am Freitag

Das Kunstasyl der Trierer Tufa wird Ende April finalisiert und die Kunstwerke ausgestellt. Zur Eröffnung am Freitag würden sich die beteiligten Gast-Künstler kurz selbst vorstellen, außerdem gebe es ein Programm mit Musik (Gitarre, Ney und Darbuka), Performances und einige Überraschungen, sagt Christoph Stüber von der Trierer Tufa. Die Abschluss-Ausstellung, wird am 29. April um 19 Uhr im 2. Obergeschoss eröffnet. Die Finissage ist für den 1. Mai ab 16 Uhr geplant. Zu diesem Anlass werden„Herzenslieder aus aller Welt“ unter der Leitung von Hildegard Knebel vorgetragen, sagt Stüber. Wer die interessante Palette an miteinander und vor allem nebeneinander entstandenen Arbeiten sehen möchte, der muss sich sputen, die Ausstellung ist nur drei Tage zu sehen oder sich etwas gedulden.

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Ausstellung bei der Trierer

Der Trierer und die Eifel:Redaktion – als Teil der Maisenbacher Medien GmbH – haben all die an der Ausstellung beteiligten Künstler eingeladen, die Eröffnung der „Trierer Art Gallery“ (in den zentral in Trier zu beziehenden Räumlichkeiten unseres Unternehmens) Ende August zu definieren. Die entstandenen Arbeiten der „Kunstasyl“-Künstlerinnen und Künstler werden dann in einem Katalog erweitert und kommentiert präsentiert werden.

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