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Land beteiligt sich an Exhaus-Sanierung
Exhaus

Wende im Fall um die Exhaus-Sanierung. Das Land fördert die Bauarbeiten nun doch. Laut SPD sollen sogar mehr Mittel fließen als ursprünglich kalkuliert, denn das Projekt wird nun in das Gebiet „Soziale Stadt“ integriert und das Fördergebiet soll ausgeweitet werden. Dies hat der Stadtvorstand während seiner zweitägigen Sommerklausur beschlossen.

Exhaus-Sanierung mit Millionenbetrag

Es war eine bittere Nachricht, die die Stadtverwaltung am 9. Mai vom rheinland-pfälzischen Innenministerium erhalten hat. Es war die Absage, dass das Land sich an der Sanierung des Exhauses beteiligen würde.
Das Trierer Zentrum für Jugendkultur und Musik ist in die Jahre gekommen. Die Notausgänge sind zu schmal, das Licht zu fahl und die Fluchttreppen so eng wie Trampelpfade. Deshalb soll das Exhaus saniert werden, ein Millionenprojekt. Kolportiert wird ein Betrag von 3,6 Millionen Euro und die Stadt Trier wollte finanzielle Unterstützung vom Land, ein Zuschuss von 60 Prozent ode rund 2,2 Millionen Euro war im Gespräch, bis zum 9. Mai. Da erhielt die Stadt eine Absage vom Innenministerium. Begründet hat das Innenministerium die Absage mit Fehlern bei der Antragsstellung. Beantragt wurde von der Stadtverwaltung eine Förderung aus dem Investitionsstock (I-Stock). Dies sei rechtlich allerdings nicht möglich, erklärte ein Ministeriumssprecher, denn es stünden andere Fördertöpfe bereit wie der beim Jugendministerium.

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Exhaus nun im Gebiet Soziale Stadt

Es folgten Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Land. Daraus resultiert die Zusage, dass sich das Land nun doch an der Exhaus-Sanierung beteiligt. Die Sanierung des Exhauses wird über Mittel des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ finanziert, teilt die SPD-Stadtratsfraktion mit. Man freue sich über das positive Ergebnis der Gespräche zwischen Stadt und Land, heißt es in einer Pressemitteilung.
Mit der Aufnahme des Exzellenzhauses in das ‚Soziale-Stadt‘-Gebiet sei Oberbürgermeister (OB) Wolfram Leibe ein Coup gelungen. Deshalb sei es richtig gewesen, dass der OB nach der Absage, Fördermittel aus dem I-Stock zu erhalten, in den Dialog mit der Landesregierung getreten sei, sagte Sven Teuber. Teuber ist Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion und Teuber sagte, dass dieses Ergebnis zeigen würde, wie sich konstruktiv eine passende Lösung finden lasse. Schließlich würde die Förderquote des Landes deutlich über dem Zuschuss aus I-Stock-Mitteln liegen, ist sich Teuber sicher. Bereits angemeldete Projekte aus dem Programm Soziale Stadt in Trier seien durch die Exhaus-Sanierung nicht gefährdet. Dem Vernehmen nach stockt das Land die Fördermittel für auf.
Diese Nachricht setze dem Trubel der vergangenen Wochen rund um das beliebte Jugendzentrum ein Ende, sagte Andreas Schleimer, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion. „Nun kann die Sanierung endlich in Ruhe vorangetrieben werden.“

Soziale Stadt in Trier-Nord erweitert

Der Trierer Stadtvorstand hat auf seiner zweitägigen Sommerklausur in Mertesdorf einen Grundsatzbeschluss gefasst. Das Gebiet Soziale Stadt soll erweitert werden und nicht nur das Exhaus umfassen. Wenn der Stadtrat in der kommenden Sitzung am 16. Juni der Vorlage des Stadtvorstands folgt, wird damit das Exhaus zum Bestandteil des Gebietes Soziale Stadt in Trier-Nord. Sowohl die Landesregierung als auch die ADD wurden vorab über dieses Vorgehen informiert und haben sich damit einverstanden erklärt. „Wir folgen mit der Ausweitung des Sanierungsgebietes den Tatsachen, denn das Gebiet der Sozialen Stadt in Trier-Nord ist umfassender als ursprünglich in der Priorisierung wahrgenommen,“ sagt Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Der OB ist sich sicher, dass wegen seiner enormen Bedeutung das Exhaus dazu gehöre. Leibe will nun die Chance nutzen und auch in unmittelbar angrenzenden Bereichen städtebauliche Erneuerungen auf den Weg zu bringen. Dies betreffe laut OB insbesondere das Gebiet zwischen der Paulinstraße, Zeughausstraße, dem Moselufer und der Straße Am Stadion. „Das gesamte Gebiet zeichnet sich durch eine verdichtete Bauweise im einfach strukturierten Reihenhausbau aus der Zeit um 1930 aus. In dem Quartier sollen unter anderem die Aufenthaltsqualität, die Wohnzufriedenheit und die Verkehrssicherheit durch eine Optimierung des öffentlichen Raumes erhöht werden. Das habe ich in einem Schreiben an die Landesregierung deutlich gemacht und diese hat sich unserer Sichtweise angeschlossen.“

 

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