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Schweiß, Tränen und Ehrgeiz
Sascha Baschin

Bonnie von Juterzenka und Lisa-Marie Steffen betreiben seit knapp vier Jahren Kickboxen als Hobby und dies sehr erfolgreich. Im Spätsommer fahren sie gemeinsam mit ihrem Trainer Sascha Baschin zu den Amateurweltmeisterschaften der Kickboxer in die USA. Für das Turnier haben sich Trainer und Athleten einige Ziele gesetzt.

Sascha Baschin: Vom Weltmeister zum Trainer

[aesop_image img=“http://dertrierer.net/wp-content/uploads/2016/06/sascha_baschin_kampfsport_akademie_wm_vorauswahl_trier_2016.jpg“ credit=“©Der Trierer“ alt=“Sascha Baschin“ align=“left“ lightbox=“on“ caption=“Bonnie von Juterzenka (li.) und Lisa-Marie Steffen fahren gemeinsam mit Trainer Sascha Baschin zur Weltmeisterschaft der Kickboxer nach Orlando in Florida. Foto: Der Trierer“ captionposition=“left“]

Für Sascha Baschin ist es ein großer Erfolg. Der ehemalige Kickboxweltmeister der Profis wird in diesem Jahr nach Orlando in Florida reisen. Baschin fährt als Trainer hin und begleitet seine beiden Schützlinge Bonnie von Juterzenka (14 Jahre) und Lisa-Marie Steffen (18 Jahre) zu den Weltmeisterschaften. Der Weg zur WM führte für die beiden Kämpferinnen über die Baden-Württembergischen Meisterschaften (wir berichteten unter der Überschrift: Hände und Füße zur Weltmeisterschaft). Zwei Athletinnen so nach vorne gebracht zu haben, dass beide jetzt auf Platz eins in Deutschland in ihrer Gewichtsklasse sind, an solch einen Erfolg hatte Baschin kaum zu denken gewagt, zumal er die Kampfsportschule noch nicht so lange betreibt (Unser Bericht: Bereit für die Kickboxweltmeisterschaft).

Kickbox-WM im September

[aesop_quote type=“block“ background=“#282828″ text=“#ffffff“ width=“600px“ align=“left“ size=“1″ quote=“Kickboxen sei ihre große Leidenschaft“ cite=“ Bonnie von Juterzenka“ parallax=“on“ direction=“right“]

 

 

Lisa-Marie betreibt Kickboxen seit knapp vier Jahren und ist in der Gewichtsklasse Damen bis 50 Kilo die beste deutsche Kämpferin. Mindestens genauso erfolgreich, aber noch etwas jünger ist Bonnie. Die 14-Jährige kämpft ebenfalls seit 2012 und belegt in der Klasse Weibliche Jugend – 14 bis 17 Jahre – bis 50 Kilo den ersten Platz in Deutschland. Für Bonnie ist Kickboxen ein Sport, der sehr viel Spaß macht und darüber hinaus noch einen zusätzlichen Nutzen bringt: „Man bekommt mehr Selbstvertrauen. Wenn man abends durch die Straßen geht, hat man weniger Angst, denn man weiß, wie man sich verteidigen kann.“ Kickboxen sei ihre große Leidenschaft, sagt Bonnie und spricht über ihre Ziele für die Weltmeisterschaften. Ein Maximum wolle sie erreichen. Bei den noch ausstehenden zwei weiteren Qualifikationsturnieren gehe es für den Trainer darum, nochmals zu kontrollieren, wie weit der Stand der Vorbereitung fortgeschritten sei, erklärt Baschin die Aufgaben der kommenden Wochen für Bonnie und Lisa-Marie.
Im Amateurbereich werde es schwer, mehr zu erreichen als das, was Lisa-Marie und Bonnie nun vor sich haben. „Es ist das höchste Lob, das man als Sportler bekommen kann. Es ist der Dank für Schweiß, Tränen und Ehrgeiz, den man in seinen Sport investiert hat.“
Die Weltmeisterschaften in Orlando werden vom 23. bis 30. September über die Bühne gehen. „Wir rechnen mit 25 bis 40 Nationen, die an der WM teilnehmen. Orlando ist ein Riesenereignis. Jeden Tag wird gekämpft“, sagt Baschin über den Ablauf. Bevor es losgeht, werden die Athleten gewogen und registriert. Anschließend folgen der feierliche Einmarsch und die Vorstellung der einzelnen Nationen.

Eine Medaille als Ziel

[aesop_quote type=“block“ background=“#282828″ text=“#ffffff“ width=“600px“ align=“left“ size=“1″ quote=“Man muss sich sprichwörtlich nach oben kämpfen“ cite=“Sascha Baschin“ parallax=“on“ direction=“right“]

 

Die ersten drei Tage würden die Vorrunden ausgetragen: „Man muss sich sprichwörtlich nach oben kämpfen, bis man zu den Top 4 gehört.“ Es folgen die Halbfinals und nach einem Tag Pause stehen die Finalkämpfe an. „Es wäre schön, wieder Bronze zu erreichen. Noch schöner wäre es, wenn sich die Mädels im Vergleich zur zurückliegenden WM nochmals steigern könnten“, sagt der Trainer.
Für Baschin geht es darum, seine Schützlinge erfolgreich auf die Kämpfe vorzubereiten und sich dann in Geduld zu üben. Bereits vor dem Kampf werde besprochen, ob er währenddessen Anweisungen geben solle. Dies hätte nur bedingt Einfluss auf den Kampf, denn es sei nicht immer einfach, sie umzusetzen, aber es könnte einen entscheidenden Einfluss haben. „Wenn man ein gutes Auge hat als Trainer, kann man innerhalb von 20 Sekunden sehen, wie die Gegnerin sich verhält.“

Kämpfer für die Nationalmannschaft ausbilden

Als Trainer hat es sich Baschin zur Aufgabe gemacht, weitere Sportler in Richtung Nationalmannschaft zu bringen, ein großes Team aufzubauen und einen Sponsor zu finden, „denn bisher wird alles aus eigener Tasche gezahlt, die Fahrerei zu den nationalen Turnieren, zur Europameisterschaft und zur Weltmeisterschaft“.
Für die nahende Weltmeisterschaft müssen Baschin und seine Schützlinge die Kosten noch selbst übernehmen – vielleicht findet sich nach der WM ein Sponsor schneller als gedacht.

 

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