Noch ein Mal die Ausstellung generator sehen

Mehr Licht forderte Goethe am Sterbebett. Michael Schwarz sieht es ähnlich und kritisiert leichtfertig kuratierte Lichtfestivals. Seit Jahren entwickelt Schwarz ein Forschungsnetzwerk. Inhalte sind in der Ausstellung generator an der Universität Trier zu sehen. Nicht mehr lange.

Blickwinkel für die Ausstellung generator

Das frühere französische Militärkrankenhaus André Genet ist bunkerartig unterkellert. Industriecharme trifft auf Lichtinstallationen. Architekturbilder und Zeitzeugeninterviews sind ausgestellt. Besucher sprechen von einem neuen Blickwinkel. Einem neuen Blickwinkel, den sie auf das heutige Universitätsgebäude der Trierer Uni gewonnen haben. Höhepunkt der Ausstellung generator sei die Lichtinstallation flash_lab des deutschen Lichtkunstpreisträgers Mischa Kuball in der alten Heizkraftzentrale.

generator noch bis zum 25. Juni zu sehen

Die Villa Menafoglio Litta Panaza im italienischen Varese, das Zentrum für Lichtkunst in Unna bei Dortmund und der generator in den Katakomben der Universität Trier – was haben sie gemeinsam? Jeder dieser Orte ist einer der wenigen, an denen Künstler mit Lichtkunst versuchen, dem Betrachter neue Perspektiven auf Räume zu eröffnen. Die Ausstellung generator der Kunstgeschichte der Universität Trier wird am 25. Juni zum letzten Mal zu sehen sein.

Licht ist Struktur ist Form ist Geschichte

Zu wenige Innenräume stünden bereit, auf die Künstler eingehen können, kritisiert Professor Dr. Michael Schwarz. Der Vordenker der Lichtkunst hält am letzten Ausstellungstag von generator einen Vortrag, in dem er mit Beispielen Kriterien herausarbeitet, wie man den öffentlichen Raum durch Lichtkunst künstlerisch und politisch erschließen kann. Leichtfertig kuratierte Lichtfestivals würden die Grenzen zwischen Kunst und Design verwischen. Schwarz will zeigen, dass der öffentliche Raum als Passepartout oder aber durch den Einsatz von Licht als Ort mit Struktur, Form und Geschichte neu entdeckt werden kann.

Vortragsinhalte erleben

Seit 2014 entwickelt Schwarz mit Daniel Hausig und Bettina Pelz ein internationales Forschungsnetzwerk zu „Licht in der Bildenden Kunst“ mit Sitz an der Hochschule für Bildende Kunst Saar. Die Ausstellung generator der Universität Trier bietet Schwarz eine Kulisse, in der man Vortraginhalte erleben kann. Denn das Fach der Kunstgeschichte der Universität Trier öffnete erstmals die Katakomben des Campus II und inszenierte dort eine Ausstellung.


icon-hand-o-right Letzte Öffnung der Ausstellung generator
Samstag, 25. Juni, 17 – 18 Uhr, Universität Trier, Campus II, Behringstr. 21, 54296 Trier

icon-clock-o Vortrag: „Étant donnés« (Duchamp)
– Über das Verhältnis von Werken der Lichtkunst zu einem gegebenen Raum“
Prof. Dr. Michael Schwarz
icon-hand-o-right Samstag, 25. Juni, 18 Uhr, Universität Trier, Campus II, Behringstraße 21 54296 Trier, Raum HZ 203

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Titelfoto: Uni Trier

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Noch ein Mal die Ausstellung generator sehen

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