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Witschel über Nero
Nero

Nero – ein verrückter Kaiser? Ein Vortrag von Prof. Dr. Christian Witschel von der Uni Heidelberg geht dieser Frage auf den Grund. Witschel spricht im Rheinischen Landesmuseum Trier am Donnerstag, 30. Juni, ab 18 Uhr.

Witschel und der verrückte Kaiser

Christian Witschel wage in seinem Vortrag einen neuen Blick auf den exzentrischen Kaiser Nero, sagt Frank Unruh vom Rheinischen Landesmuseum Trier. Das Image des Kaisers in der antiken Literatur und in der modernen Rezeption war bis vor kurzem geprägt vom Bild eines „Monsters“. Nero sei extrem grausam, aber auch überspannt gewesen und habe sich nur für seine persönlichen Hobbies interessiert.

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Nero
Apollon, der griechische Gott der Künste, diente Kaiser Nero zum Vorbild für seine Selbstinszenierung als „ewig“ jugendlicher Kaiser mit künstlerischen Ambitionen.

© Th. Zühmer

Nero war mehr als nur Tyrann

Der Vortrag von Witschel zeigt auf, warum die aktuelle Forschung erhebliche Zweifel an der einseitigen Darstellung eines tyrannischen und exzentrischen Herrschers hat. Nero sollte exzessiv sein und habe nach den Vorstellungen der römischen Gesellschaft abnormes Künstlertum in aller Öffentlichkeit ausgelebt. Aus Quellen weiß man, dass er in Teilen der Bevölkerung sehr beliebt gewesen ist. Dies muss Gründe haben.

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Nero
Noch 300 Jahre nach seinem Tod erfreute sich Nero in manchen Teilen der Bevölkerung großer Beliebtheit, wie die große Anzahl an „Sammelmedaillons“ (Kontorniaten) mit seinem Konterfei belegt, die man zum Jahreswechsel verschenkte.

© Th. Zühmer

Die neue Sicht

Eine neue Sicht vermag hinter dem extravaganten Auftreten und seiner Selbstinszenierung sehr wohl einen – aus seiner Sicht rationalen – Plan, ja vielleicht sogar ein wohl durchdachtes „Programm“ erkennen, durch das er sich als jugendlich schöner Kaiser mit besonderer Zuneigung zum breiten Volk zu präsentieren versuchte, durch den ein neues „Goldenes Zeitalter“ eingeläutet wurde.
Christian Witschel wird Donnerstag, 30. Juni, ab 18 Uhr im Rheinischen Landesmuseum Trier seinen Vortrag halten. Veranstaltungsort ist der Vortragssaal im Landesmuseum und der Eintritt kostet fünf Euro.

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