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Tipps zum Roaming von der Verbraucherzentrale
Roaming

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt Tipps zum Roaming. Im Sommer 2017 sollen diese sog. Roaming-Gebühren komplett fallen.

Roaming  in der EU

Die EU hat Roaming als zu teuer beurteilt und will die Gebühren für das „Herumwandern“ zwischen den Mobilfunknetzen in Europa bis zum nächsten Sommer abschaffen. Dafür gibt es einen mehrstufigen Plan. Seit Ende April ist die jüngste Stufe in Kraft. Allerdings bereiten sich die Mobilfunkanbieter bereits jetzt auf das Ende der Roaming-Gebühren vor. Diese Anpassung äußert sich vor allem in neuen Tarifen für Mobilfunkkunden. Bei Reisen in der EU fürs Surfen, Simsen und Telefonieren nach Deutschland würden Kunden den Inlandspreis plus einen Roaming-Aufschlag zahlen, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Höhe dieses Aufschlages sei gedeckelt. Insgesamt soll das Roaming dadurch billiger werden. Keinesfalls werde es teurer als zurzeit, heißt es bei den Verbraucherschützern. Schließlich dürfe der Inlandspreis und der Aufschlag zusammen nicht mehr kosten als die bisher geltenden Obergrenzen für Roaming.

Achtung bei Flatrate-Tarife

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Die Roaming-Gebühren werden in der EU bis Sommer 2017 abgeschafft.

©Foto: Martin Berk pixelio.de

Für Kunden mit Flatrate-Tarifen, Minutenpaketen oder Inklusivvolumen für Telefonie, SMS oder Surfen gelten besondere Regelungen. Einige Anbieter würden derzeit ihre Tarife reformieren und verlangten bei bestimmten Tarifen, Neukunden oder Vertragsverlängerungen schon in diesem Jahr für das Gebiet der EU keine Roamingzuschläge mehr. „Diesen kundenfreundlichen Service gibt es aber nicht unbedingt umsonst“, sagt Martina Totz von der Verbraucherzentrale. Je nach Anbieter bezahlten Kunden den Wegfall des EU-Zuschlags unter Umständen mit höheren monatlichen Basispreisen. Außerdem machten es die neuen, uneinheitlichen und dadurch unübersichtlichen Regelungen der einzelnen Anbieter den Kunden schwer, die tatsächlich geltenden Konditionen festzustellen, kritisiert die Verbraucherzentrale. Die Verbraucherschützer raten daher, sich vor Reiseantritt beiem Mobilfunkanbieter über die Preise zu informieren. Die Anbieter könnten auch weiterhin eigene „Reise“-Pakete mit speziellen Auslandsoptionen anbieten. Ein Wechsel zwischen dem regulierten EU-Roamingtarif und dem „Reisetarif“ des Anbieters sollte jederzeit kostenlos möglich sein.

Surfen außerhalb der EU

Für Telefonieren und Surfen im Nicht-EU-Ausland sowie auf Kreuzfahrtschiffen, Fähren und in Flugzeugen sind gesonderte Preise gültig. Der weltweit geltende „Kostenairbag für Datenverbindungen“, der vor ausufernden Roaming-Kosten schützen soll, gilt auch weiterhin. Wenn Verbindungskosten in Höhe von 59,50 Euro entstanden sind, soll – sofern technisch möglich – die mobile Datennutzung automatisch getrennt werden.
Beratung zur Tarifwahl bietet die Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung in ihren Beratungsstellen. Anmeldung ist unter (06131) 28 48 0 oder per Mail an telekommunikation@vz-rlp.de möglich.

Weitere Tipps gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

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Titelfoto: Martin Berk pixelio.de

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